„Verity“ – Colleen Hoover [Rezension]

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Verlag: dtv

Paperback, 368 Seiten

ISBN: 978-3-423-23012-4

Erschienen am 13.03.2020

Leseprobe

 

 

Bemerkung: Diese Rezension ist  als kompletter Text aufgebaut, da ich diesen erst auf Instagram veröffentlicht habe! Dennoch wolle ich sie hier teilen.

Ich möchte euch über ein Buch berichten, welches mir beim Lesen kein schönes Gefühl vermittelt und mich mit einem Ekelgefühl zurückgelassen hat. Dies hatte ich davor nur bei einem Buch verspürt. Da konnte selbst die, in meinen Augen, fehlplatzierte Liebesgeschichte nichts ändern, nichts schönreden.

Erstmal möchte ich auf die Geschichte und den Schreibstil eingehen, wobei ich meine moralischen Vorstellungen fürs Erste außen vor lasse. Kommen wir kurz zur Handlung:
Lowen ist eine junge Autorin die, die Chance bekommt die Buchreihe von Verity weiterzuschreiben. Dafür fährt Low zu dem Anwesen von ihr und ihrem Mann. Dort macht sie einen beunruhigenden Fund, jedoch hält sie dies auch nicht davon weiterhin in diesem Haus zu bleiben – immerhin zieht Jeremy (der Mann von Verity) sie magisch an, außerdem wollte sie mehr über diese geheime Familie/Ehe erfahren.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, man kommt schnell voran und die Sätze fliegen nur dahin. Ich finde auch, dass Colleen Hoover hier etwas grandioses gezaubert hat, auch wenn mich einige Punkte stören. Dennoch hat sie mich mit ihren packenden Worten gefesselt. Ehrlich.. es war so heftig (!!) Seite für Seite zu lesen. Und ich war überrascht und geschockt zu gleich, dass die Autorin solche Worte auswählte – aber auch beeindruckend. Wirklich beeindruckend. Alles wurde so realistisch und hautnah erzählt. Hier wurde nichts durch die Blume erzählt, alles kam knallhart auf den Tisch. Hatte man das Gefühl sich von einem Schock zu erholen, so kam auch schon der nächste, bei dem einem der Atem stockte.
Ich habe einige Thriller gesehen. Sebastian Fitzek, Jilliane Hoffman.. wie konnte mich dies also so einnehmen und so hilflos zurücklassen? Oben genannte Autoren schrieben gewiss grauenvollere Bücher. Aber die Welt die Colleen Hoover in diesem Buch geschaffen hat, die Geschichte, die sie hier erzählte, ist in meinen Augen genauso angsteinflößend.
Colleen Hoover hat bewiesen, dass sie nicht nur Liebesgeschichten schreiben kann. Also BITTE, BITTE, BITTE – sieht dieses Buch nicht als die diese.

(Ich verstehe immer noch nicht, wieso Thalia dies unter Liebesgeschichte geordnet hat) Ich finde, dass das Buch auch ohne diese Liebesgeschichte gut überlebt hätte. Ebenso traurig finde ich es, dass das Buch keine Triggerwarnung hat. Dies war der erste Punkt, den ich sofort zu bemängeln hatte. Immerhin sollte es uns klar sein, was „so einfache“ Wörter mit uns anrichten können. Solltest du dich also z.B bei Kindermissbrauch, versuchte Abtreibung getriggert fühlen: Lass die Finger davon. Aber auch das Cover ist falsch gewählt – es ist so unpassend wie ein Weihnachtsbaum im Sommer.
Ich möchte ehrlich sein: Mir fällt es schwer solchen Büchern eine Bewertung zu geben, dafür bin ich ZU SEHR mit dem Herzen dabei, dafür fühle ich zu SEHR.. Gerade, wenn solche extremen Themen beschrieben und so realistisch dargestellt werden. Würde ich mein Gewissen aber kurz vergessen, so bekäme dieses Buch die komplette Punktzahl von mir. Es ist gutgeschrieben, spannend auf jeder Seite. Man kann die Entwicklung der Geschichte nicht vorahnen. Colleen Hoover lässt uns im Dunklen, bis es am Ende einen großen Knall gibt und wir an alldem zweifeln, was wir in diesem Buch jemals gelesen haben.

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