„Gut gegen Nordwind“ [Rezension]

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„Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn, ja?“

 

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Das Cover ist schlicht gehalten. Mein Buch war die Ausgabe zu dem Kinofilm und tatsächlich gefällt sie mir auch besser als das Original.

 

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Dieses Buch habe ich mir mit einer lieben Freundin aus Instagram im Oktober gekauft. Natürlich lief der Film schon im Kino, den ich aber nie gesehen habe. Mir hat auch ehrlich gesagt nicht der Trailer gefallen. Ich fand die Geschichte blöd. Immerhin waren das beide zwei vergebene Leute, wieso die liebsten hintergehen!?

Doch dann habe ich zu diesem Buch gegriffen, denn letztendlich sind die Bücher ja immer besser als die Filme und es war auch nicht so dick, da ich aktuell in einer tiefen Leseflaute steckte. Ich habe die ersten Seiten gelesen und ich war nicht vollkommen überzeugt. Natürlich fand ich die Art das Buch komplett über einen E-Mail-Verlauf zu halten sehr erfrischend und nett. Doch mehr konnte diese Geschichte zu diesem Zeitpunkt nicht für mich hergeben.

Zwei Monate vergingen und ich hatte diesem Buch keinen Blick mehr gewürdigt. Doch dann im neuen Jahr, habe ich mir das Ziel gesetzt meine angefangenen Bücher zu beenden. So auch „Gut gegen Nordwind“ und ich habe die restlichen 160 Seiten an einem Stück gelesen. Was soll ich sagen? Mit jeder Seite habe ich mein Herz immer ein Stückchen mehr an Emmi und Leo verloren und das Ende hat mir so das Herz gebrochen, dass ich tatsächlich den Tränen nah war. Komplett aufgewühlt und traurig. Einen Tag später (heute der 04.01) lässt mich diese Geschichte der zwei verlorenen Seelen, die sich zufällig gefunden haben, immer noch nicht los.

Man könnte jetzt sagen, dass ich sauer bin dieses Buch erst jetzt zu Ende gelesen zu haben. Aber nein, ganz und gar nicht! Vielleicht wusste mein Unterbewusstsein einfach, dass ich diese Geschichte Hals über Kopf fühlen werde. Sie mit ins Bett nehme und in eine sanfte Umarmung schließe, die ich so schnell nicht loslassen kann und werde.

So etwas hat schon lange nicht mehr ein Buch mit mir und meinen Gefühlen angestellt. Diesmal befand ich mich nicht nur an der Oberfläche, nein – ich war mittendrin und spürte jeden Schmerz, jede Liebe und jede Traurigkeit. Der Nordwind nahm mich mit auf eine wunderschöne Reise, die noch nicht vorbei ist. Denn es gibt einen zweiten Teil und den habe ich mir sofort bestellt!

Dieser Roman von Daniel Glattauer ist so gefühlvoll, emotional, einzigartig. Eventuell auch, weil dies eine Geschichte aus dem echten Leben sein kann. Keine Idee die man sich aus den Haaren gezogen hat. Und vielleicht geht sie mir gerade deswegen so unter die Haut.

 

fünf

 

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